Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen

AVWS

Eine auditive Wahrnehmungsstörung ist als Teilleistungsstörung zu verstehen und wird heute als „Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung / “ AVWS (F80.2) klassifiziert.

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Infos


Die periphere Normakusis, d.h. das normale Hörvermögen, ist eine Grundvoraussetzung für die zentral-auditive Wahrnehmungsverarbeitung, da die periphere Hörfähigkeit ist, Laute, Töne, Klänge und Geräusche aufzunehmen. Diese gelieferten Signale werden durch die zentrale Hörverarbeitung in sinnvolle Informationen umgesetzt.

Von einer auditiven Verarbeitungsstörung spricht man dann, wenn ein Kind ein intaktes organisches Hörvermögen aufweist, d.h., dass es normal hören kann und trotzdem bei der Verarbeitung auditiver Informationen Probleme hat.

 


Mögliche Merkmale


  • • Kinder klagen darüber, dass es ihnen zu laut ist
  • • keine konstante Hörreaktion bereits im Säuglingsalter
  • • unsaubere/verwaschene Artikulation
  • • Verwechslung ähnlich klingender Laute (d-t, b-p) und Wörter (Kasse/Tasse)
  • • Probleme beim Richtungshören
  • • fehlende Sprechmelodie
  • • Probleme bei der Durchführung auditiv gestellter Aufgaben
  • • reduzierte Hör-Gedächtnisspanne / häufiges Nachfragen
  • • leichte Ablenkbarkeit
  • • Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb