Sprechen und Sprache / Umschriebene Entwicklungsstörungen (F.80.-)


Eine sogenannte USES ist eine Sprachauffälligkeit, die nicht auf „sensorische, organische, mentale oder gravierende sozial-emotionale Defizite“ (S.32) zurückgeführt werden kann (Deutsche Gesellschaft für Kinder und Jugendpsychiatrie Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) & Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie e.V. (DGPP), 2011).

Es handelt sich um Störungen, bei denen die normalen Muster des Spracherwerbs von frühen Entwicklungsstadien an beeinträchtigt sind. Die Störungen können nicht direkt neurologischen Störungen oder Veränderungen des Sprachablaufs, sensorischen Beeinträchtigungen, Intelligenzminderung oder Umweltfaktoren zugeordnet werden. Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache ziehen oft sekundäre Folgen nach sich, wie Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben, Störungen im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen, im emotionalen und Verhaltensbereich. Weitere Informationen

Zeigen sich jedoch folgende Schwierigkeiten, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden:

  • verzögerter Sprachentwicklungsbeginn
  • eingeschränkter aktiver / passiver Wortschatz
  • Auffälligkeiten im grammatikalischen Bereich
  • unsaubere Artikulation
  • eingeschränktes Erzählverhalten

Zielgruppe


Nach ärztlicher Verordnung werden vorrangig folgende Störungsbilder behandelt:

  • Entwicklungsstörungen
  • Merkfähigkeitsstörungen
  • Sprachentwicklungsstörungen 
  • Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen / AVWS